Sehtest
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Sehtest für Säuglinge und Kleinkinder

Sehprüfungen

Das Sehen ist neben dem Hören unser wichtigstes Sinnesorgan. 
Störungen des Sehens  können zu einer wesentlichen Beeinträchtigung unseres Alltags führen. Das frühzeitige Erkennen  von Störungen ist deshalb Bestandteil jeder Vorsorgeuntersuchung. 

Wir setzen verschiedene altersangepasste  Testverfahren ein:

  • Der Brücknertest durchleuchtet die Pupille und gibt bereits bei Neugeborenen Hinweise auf einen angeborenen grauen Star oder einen angeborenen Tumor der Netzhaut.
  • Der Hirschbergtest vergleicht die Lichtreflexe auf den Puppillen. Erscheinen diese an unterschiedlichen Stellen so liegt Schielen vor.
  • Das Plusoptix-Verfahren ist eine wichtige neue Früherkennungsuntersuchung, die eine Diagnostik von Sehstörungen bereits ab dem 6. Lebensmonat erlaubt. Mittels eines infrarot Meßsystems (Refraktionsmessung) können einseitige Fehlsichtigkeiten Hornhautverkrümmungen und Schielen sehr frühzeitig erkannt werden.
    Erkennt man diese Sehstörungen nicht in den ersten Lebensjahren, können sie zu einer dauerhaften Sehschwäche führen. 
    Eine derartige Form der Sehschwäche kann weder mit einer Brille, noch mit anderen Sehhilfen ausgeglichen werden und wird auch Amblyopie genannt. Mehr erfahren Sie unter www.plusoptix.de.
  • Mit dem LEA-Sehtest (fünf kindgerechte Testsymbole in einer Testreihe) kann die Sehschärfe gemessen werden. Hierbei ist eine aktive Mitarbeit Ihres Kindes erforderlich. Er kann deshalb erst ab einem Alter von ca. 3-4 Jahren eingesetzt werden.

Bitte beachten Sie:

Die kinderärztlichen Untersuchungen des Sehvermögens sind als Screening anzusehen. Wir bemühen uns, eine sehr gute Qualität zu gewährleisten, dennoch ersetzen diese Untersuchungen nicht die augenärztliche Kompetenz. 

Bei auffälligen Ergebnissen überweisen wir daher an Augenärzte mit angegliederter Sehschule (Orthoptikabteilung), die kompetent für Neugeborene, Säuglinge und Kinder sind.

Was erwartet Ihr Kind in der Augenarztpraxis?

In der Sehschule der Augenarztpraxis werden zuerst mittels altersgerechten Tests Untersuchungen zum Ausschluss von Schielen, Muskelschwächen oder Binokularstörungen durchgeführt.

Abschließend erfolgt eine Spiegelung des Augenhintergrundes sowie eine objektive Bestimmung etwaiger versteckter Sehfehler (Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit, Hornhautverkrümmung). Dazu ist meist die Erweiterung der Pupillen mittels Augentropfen notwendig.

Warum ist eine "Tropfuntersuchung" wichtig?

Nur bei erweiterter Pupille kann der Augenarzt das gesamte Auge begutachten und mögliche Erkrankungen (z. B. kindlicher Grauer Star, Fehlbildungen etc.) erkennen. Nach den Leitlinien des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschland BVA kann eine wirkliche Sicherheit im Hinblick auf eine gesunde Augenentwicklung nur erreicht werden, wenn jedes Kind (am besten zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr) mit erweiterter Pupille untersucht wird. 

Die kurzfristigen Unannehmlichkeiten dieser Untersuchung stehen in keinem Verhältnis zu der Chance, lebenslange Sehfehler frühzeitig zu erkennen.